Vor dem Stromausfall
- Wichtige Telefonnummern auf Papier bereithalten
- Taschenlampen und Powerbanks regelmäßig prüfen
- Sicherungskasten und Hauptschalter kennen
- Empfindliche Geräte und Prioritäten benennen
- StromPing am tatsächlichen Standort testen
Planen · erkennen · sicher handeln
Ein guter Notfallplan für Stromausfall regelt nicht nur, was im Dunkeln zu tun ist. Er legt vorher fest, wer informiert wird, wo Taschenlampe und Sicherungskasten sind, welche Technik besonders geschützt werden muss und wie du einen Ausfall bemerkst, wenn niemand vor Ort ist.
Diese Seite führt dich in vier klaren Phasen durch den Stromausfall-Notfall – von der Vorbereitung bis zur sicheren Rückkehr des Netzstroms. Die Ausrüstung dazu findest du separat im Notfallpaket bei Stromausfall.
Ein Stromausfall kann nur einen Stromkreis, ein ganzes Gebäude oder eine größere Region betreffen. Der Notfallplan hilft, diese Situationen nicht miteinander zu verwechseln. Er ersetzt weder den Netzbetreiber noch den Notruf. Er sorgt aber dafür, dass wichtige Entscheidungen nicht erst unter Zeitdruck getroffen werden.
Besonders sinnvoll ist der Plan für Haushalte mit pflegebedürftigen Personen, Aquarien, Kühl- oder Gefriergeräten, Pumpen, Heizungen und abgelegenen Objekten. Passe ihn an deinen Haushalt an und bewahre eine ausgedruckte Fassung an einem bekannten Ort auf.
Rauch, Feuer, beschädigte Leitungen oder eine Gefahr für Menschen gehören nicht in eine normale Störungsmeldung. Verlasse den Gefahrenbereich und rufe im akuten Notfall die 112.
Teste den Plan regelmäßig: Wo liegt die Taschenlampe? Wer erhält die SMS? Funktioniert die SIM-Karte am Einsatzort? Ein kurzer, kontrollierter Test deckt Lücken auf.
Prüft ohne Eigengefährdung den Sicherungskasten, kontrolliert empfindliche Bereiche und meldet zurück, was tatsächlich ausgefallen ist.
Kann Netzbetreiber-Informationen prüfen, weitere Personen verständigen und bei Ferienhaus oder Betrieb die Anfahrt organisieren.
Lege für Pflege, medizinische Hilfsmittel, Tiere, Pumpen oder Kühlung jeweils eine konkrete Person und eine Ersatzperson fest.
Eine kurze Meldung sollte Ort, Zeitpunkt, beobachteten Zustand und die nächste Aktion enthalten. So entstehen weniger Rückfragen.
Prüfe, ob einzelne Stromkreise oder der gesamte Anschluss ausgefallen sind. Bei wiederholt auslösenden Sicherungen, Brandgeruch oder beschädigten Anlagen nicht selbst experimentieren, sondern fachliche Hilfe holen.
Wenn Straßenbeleuchtung und Nachbargebäude ebenfalls dunkel sind, liegt wahrscheinlich eine größere Störung vor. Prüfe die Störungsauskunft des zuständigen Netzbetreibers.
Eine ausführliche Entscheidungshilfe findest du unter Stromausfall in der Nähe prüfen und melden. Aktuelle Meldungen und die Einordnung findest du auf der Seite Stromausfall aktuell.
StromPing überwacht einen konkreten Einsatzort: Ein Android-Handy bleibt am Ladegerät. Wechselt es bei einem Stromausfall auf Akku, kann die App eine SMS an hinterlegte Kontakte senden. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Ferienhaus, Aquarium, Gefrierschrank, Heizungsraum oder eine Pumpe unbeaufsichtigt ist.
Die App ist eine technische Ergänzung, keine behördliche Warnung und keine garantierte Notrufverbindung. Voraussetzung sind unter anderem ein funktionierendes Handy, eine aktive SIM-Karte, Mobilfunkempfang und ein vorheriger Test. Bei einem großflächigen Ausfall kann auch das Mobilfunknetz beeinträchtigt sein.
Priorisiere Licht, Wärme, Trinkwasser, Medikamente und die Erreichbarkeit von Familienmitgliedern. Kläre, wer Kinder oder hilfsbedürftige Personen unterstützt.
Bestimme eine erreichbare Person vor Ort, hinterlege Schlüsselzugang und formuliere eine klare SMS mit Objektname und Kontaktweg.
Lege fest, wie Belüftung, Filter oder Wärme zeitweise ersetzt werden können. Teste die Reaktionszeit und halte fachgerechte Ausweichlösungen bereit.
Halte Türen geschlossen, dokumentiere empfindliche Inhalte und entscheide nach Dauer und Temperatur, was noch sicher verwendet werden kann.
Kläre, welche Schäden bei Stillstand drohen und wer Anlage, Frostschutz oder Wasserstand kontrolliert. Arbeiten an der Anlage gehören in fachkundige Hände.
Dokumentiere Abschaltreihenfolge, USV-Laufzeiten, Ansprechpartner und den kontrollierten Neustart. Eine Strommeldung ersetzt kein Systemmonitoring.
Die Hinweise zu Vorräten, Licht, Kommunikation und Verhalten orientieren sich an den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das BBK weist darauf hin, dass Vorsorge individuell angepasst werden sollte und ein Vorrat für drei Tage bereits hilft, auf den schrittweise aufgebaut werden kann.
BBK: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall · BBK: Ratgeber und Checklisten
Zuständigkeiten, wichtige Kontakte, erste Prüfschritte, Regeln für empfindliche Geräte, eine Kommunikationskette und die Kontrolle nach Rückkehr des Stroms.
Ja. Ein Ausdruck bleibt auch ohne Akku oder Internet verfügbar. Ergänze ihn um lokale Nummern, Medikamente und Besonderheiten deines Haushalts.
Bei einer regionalen Störung an den zuständigen Netzbetreiber. Bei akuter Gefahr für Menschen oder Gebäude ist der Notruf zuständig.
StromPing erkennt den Stromverlust am eigenen Ladegerät. Die App zeigt nicht, wie groß die Störung ist; sie meldet den Zustand des überwachten Ortes.
Nein. Eine App kann früh warnen, aber Vorräte, Licht, Kontakte, Zuständigkeiten und sichere Verhaltensregeln müssen separat vorbereitet sein.
Regelmäßig und nach wichtigen Änderungen, etwa neuer SIM-Karte, neuem Handy, Umzug oder geänderten Kontaktpersonen.
Zuletzt fachlich geprüft: 04.11.2026