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Notfallpaket bei Stromausfall: Was wirklich hineingehört

Ein sinnvolles Notfallpaket für Stromausfall ist kein wahlloser Einkaufskorb. Es deckt die wichtigsten Bedürfnisse ab: sehen, kommunizieren, informiert bleiben, trinken, essen, warm bleiben und persönliche Medikamente verfügbar haben.

Die Checkliste hilft dir, klein anzufangen und das Paket an Personen, Tiere, Wohnsituation und Jahreszeit anzupassen. Wie du im Ernstfall vorgehst, steht im separaten Notfallplan Stromausfall.

Notfallpaket, Vorrat und Notfallplan – der Unterschied

Das Notfallpaket enthält Dinge, die du schnell brauchst oder an einem festen Ort bereithältst. Der Vorrat versorgt den Haushalt über mehrere Tage. Der Notfallplan beschreibt dagegen, wer was tut. Erst zusammen wird daraus eine belastbare Vorbereitung.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, Vorsorge individuell zu planen. Möglichst zehn Tage Selbstversorgung sind das langfristige Ziel; schon ein Vorrat für mindestens drei Tage ist ein hilfreicher Anfang.

Checkliste für dein Notfallpaket bei Stromausfall

1. Licht

  • LED-Taschenlampen oder Stirnlampen
  • Passende Ersatzbatterien
  • Eine Lampe je wichtigem Bereich
  • Lichtquelle so lagern, dass sie im Dunkeln erreichbar ist

2. Information

  • Batterie-, Solar- oder Kurbelradio
  • Wichtige Telefonnummern auf Papier
  • Lokale Anlaufstellen und Netzbetreiber notieren
  • Warn-App auf dem Alltagshandy einrichten

3. Energie

  • Geladene Powerbanks
  • Passende Ladekabel und Adapter
  • Ersatzakkus, falls Geräte sie unterstützen
  • Akkustand regelmäßig prüfen

4. Wasser und Essen

  • Trinkwasser passend zur Haushaltsgröße
  • Haltbare Lebensmittel, die wirklich gegessen werden
  • Manueller Dosenöffner
  • Tierfutter und besondere Ernährung berücksichtigen

5. Wärme und Alltag

  • Warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke
  • Hygieneartikel und Müllbeutel
  • Arbeitshandschuhe
  • Sichere, zugelassene Lösungen nur nach Anleitung verwenden

6. Gesundheit

  • Persönliche Medikamente
  • Erste-Hilfe-Material
  • Hilfsmittel und Bedarfe pflegebedürftiger Personen
  • Brille, Hörgerätebatterien oder weitere Ersatzteile

7. Organisation

  • Kleine Bargeldreserve
  • Kopien wichtiger Unterlagen
  • Stift, Papier und Haushaltsplan
  • Schlüssel und Zugangsinformationen

8. Früherkennung

  • StromPing-Handy mit SIM-Karte
  • Ladegerät am überwachten Stromkreis
  • Empfänger und SMS-Texte geprüft
  • Kontrollierter Test am Einsatzort

Persönlich ergänzen

Babynahrung, Tierbedarf, Allergien, medizinische Geräte, Gebäudetechnik und Mobilität können wichtiger sein als allgemeine Standardlisten. Passe die Checkliste an deinen Alltag an.

Vom 3-Tage-Startpaket zum 10-Tage-Vorrat

3

Tage als erster Schritt

Beginne mit Licht, Radio, geladenen Powerbanks, Wasser, einfachen Lebensmitteln und den wichtigsten Medikamenten. Das ist überschaubar und sofort nützlich.

7

Tage schrittweise aufbauen

Erweitere Vorräte im normalen Einkaufsrhythmus. Verwende und ersetze Lebensmittel nach dem Prinzip „älteres zuerst“, statt sie ungenutzt einzulagern.

10

Tage als Vorsorgeziel

Das BBK nennt möglichst zehn Tage Selbstversorgung als Ziel. Menge und Zusammensetzung hängen von Personen, Lagerplatz und individuellen Bedürfnissen ab.

Orientierung für Trinkwasser

Die aktuelle BBK-Checkliste nennt zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag als Planungsgröße. Berücksichtige zusätzlich besondere gesundheitliche Bedürfnisse, Haustiere und die tatsächlichen Lagerbedingungen.

So bleibt das Notfallpaket einsatzbereit

Ein fester, erreichbarer Ort

Lagere zentrale Ausrüstung trocken und so, dass sie auch im Dunkeln erreichbar ist. Eine Taschenlampe gehört zusätzlich an einen festen Ort nahe Schlafbereich oder Eingang.

Halbjährlicher Paket-Check

Prüfe Batterien, Powerbanks, Haltbarkeit, Medikamente, Kabel und Kontaktdaten. Ersetze verbrauchte oder abgelaufene Bestandteile.

Jeder kennt das Paket

Alle Personen im Haushalt sollten wissen, wo Ausrüstung, Papierplan, Sicherungskasten und wichtige Schlüssel liegen.

Nicht alles in eine Kiste

Ein Teil darf zentral liegen. Lichtquellen, Medikamente oder Hilfsmittel müssen jedoch dort erreichbar sein, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Sicherheit: Diese Fehler vermeiden

Verbrennungsgeräte niemals improvisiert in Innenräumen verwenden

Grills und dafür ungeeignete Koch- oder Heizgeräte können Kohlenmonoxid und andere gefährliche Abgase erzeugen. Beachte Herstellerangaben und nutze nur ausdrücklich geeignete Geräte unter den vorgeschriebenen Bedingungen. Das BBK warnt insbesondere davor, Holzkohle- oder Gasgrills in Wohnung oder Haus zu betreiben.

Kerzen

Offenes Feuer erhöht das Brandrisiko. LED-Licht ist meist die sicherere erste Wahl. Kerzen nie unbeaufsichtigt oder nahe brennbarer Materialien nutzen.

Generatoren

Abgase, Kraftstoff und elektrischer Anschluss erfordern geeigneten Standort und Fachkenntnis. Ein Generator darf nicht einfach über eine Steckdose ins Hausnetz eingespeist werden.

Sicherungen

Eine ausgelöste Sicherung kann auf einen Fehler hinweisen. Wenn sie erneut auslöst oder Schäden sichtbar sind, nicht weiter probieren, sondern fachliche Hilfe holen.

StromPing ergänzt das Notfallpaket um eine Frühwarnung

Ein Paket hilft, wenn der Ausfall bekannt ist. StromPing kann früher auf den Ausfall am überwachten Ort aufmerksam machen: Das Android-Handy hängt am Ladegerät und sendet beim Wechsel auf Akku eine SMS an gespeicherte Kontakte.

Das ist eine sinnvolle Ergänzung für Ferienhaus, Aquarium, Gefrierschrank, Heizung, Pumpe oder Technikraum. Es ersetzt weder Vorräte noch behördliche Warnungen. Prüfe SIM-Karte, Mobilfunkempfang, Akku-Einstellungen und SMS-Versand regelmäßig mit einem kontrollierten Test.

Offizielle Checklisten als Grundlage

Die Zusammenstellung orientiert sich am aktuellen BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ und dessen Checklisten. Sie ist eine praktische Ergänzung für Stromausfälle, ersetzt aber keine individuell erforderliche medizinische, pflegerische oder technische Beratung.

BBK: Ratgeber und Checklisten · BBK: Vorsorge bei Stromausfall

Häufige Fragen zum Notfallpaket Stromausfall

Was muss zuerst ins Notfallpaket?

Starte mit Taschenlampe, Radio, Powerbank, Wasser, haltbaren Lebensmitteln, persönlichen Medikamenten und einer Papierliste wichtiger Nummern.

Wie groß sollte der Vorrat sein?

Ein Vorrat für mindestens drei Tage ist ein sinnvoller Anfang. Das BBK empfiehlt, schrittweise auf möglichst zehn Tage Selbstversorgung auszubauen.

Gehören Kerzen dazu?

Sie können als Reserve dienen, erhöhen aber das Brandrisiko. LED-Lampen sind im Alltag meist sicherer. Kerzen niemals unbeaufsichtigt nutzen.

Brauche ich einen Generator?

Nicht für jedes Notfallpaket. Generatoren erfordern sicheren Betrieb, geeignete Abgasführung und fachgerechten elektrischen Anschluss.

Ist StromPing Teil des Notfallpakets?

StromPing ist die digitale Frühwarnung dazu. Die App meldet den Stromverlust am überwachten Ort, ersetzt aber keine physische Ausrüstung oder Vorräte.

Wie oft sollte ich alles prüfen?

Mindestens regelmäßig und zusätzlich vor Winter, Urlaub oder längerer Abwesenheit. Prüfe Akkus, Haltbarkeit, Medikamente und Kontaktdaten.

Zuletzt fachlich geprüft: 04.11.2026